Die Brisacher Fasent hat in Breisach zwar eine jahrhundertealte Tradition, aber erst im Jahre 1927 wurde die Narrenzunft in der Tradition der alten Brisacher Fasent wiedergegründet.

Ihr Mitbegründer war Harry Schäfer, ebenfalls Mitinitiator der Breisacher Festspiele.

Am Gutgesellentorplatz im Zentrum von Breisach befindet sich eines der ehemaligen Stadttore, das diesem Platz seinen Namen gab. Das Gutgesellentor wird auch "Spector" genannt.
Es wurde um 1300 als Teil der den Berg umfassenden Festungsmauer erbaut und dient seit 1936 der Narrenzunft als Zunftstube.

 

 

Die Geschichte der Stadt Breisach erzählt von unzähligen Überfällen und Kriegen, von Schweden-Belagerung, vom bösen Landvogt Peter von Hagenbach, vom Pandurenobersten von der Trenck, von vielen Beschießungen und Not, aber auch von zahlreichen Gauklertagen, Reichs- und Keßlertagen. Dass die Pandurenhorden des Ulrich von der Trenck ihr Hauptquartier monatelang im Vorort Hochstetten hatten, wissen in Breisach schon die Kinder. Deshalb liegt es nahe, daß die Hochstetter Panduren am Gauklertag am Fasent-Sonntag und Fasent-Dienstag alljährlich einreiten und marschieren und ihre Tänze vorführen und dass das Narrennest "Algerio" (Keßler-Gilde) zum Gauklertag jeweils eine erstaunliche Großgruppendarstellung bietet. Landvogt Peter von Hagenbach hat nach seiner Vermählung in Breisach im Jahre 1474 übrigens zur Fastnacht geladen, mit einem Einladungstext, der überliefert ist. Daß es dabei schon recht ausgelassen zuging, zeigt der Bericht, nach dem Hagenbach vom Wein erhitzt, zehn Tänze über Tische und Stühle tat, wobei ihm die ganze Gesellschaft folgen mußte "so dass manche schöne Frau zart / des langen Tanzes siech ward / und zwei fromme Frauen gar / nit uslebeten dasselbe Jahr."

Von der Bedeutung der Stadt Breisach vor mehr als 500 Jahren zeugt übrigens die Schluß-Vignette der Erstausgabe von Sebastian Brants Narrenschiff, gedruckt zu Basel. Dort ist das Wappen der Stadt Breisach mit den sechs Bergen und dem alten Spruch der Zunft "Nuet on Ursach" zu sehen.
Einen Bruch der närrischen Geschichte gab es durch die völlige Zerstörung der Stadt anno 1793. Danach dauerte es Jahrzehnte bis der alte Frohsinn wiederkehrte.

 

Wie Sie sicher den Meldungen entnehmen konnten, wurde durch den mysteriösen Brand am 15.08.2012 in der Lagerhalle außerhalb Breisachs die gesamte Zuschauertribüne der Gauklertage vernichtet. Der Mittelpunkt und Höhepunkt der Breisacher Fasent, die Historischen Breisacher Gauklertage sind durch dieses tragische Ereignis stark gefährdet.

Der tagelange Aufbau der jetzt zerstörten Zuschauertribünen durch die Narrenzunft, zusammen mit vielen Helfern und den Freunden von der Dt./Franz.

Brigade, waren für alle Breisacher jeweils das Signal zum Start in die „Brisacher Fasent“ und zur Vorfreude auf die Gauklertage. Die Tribünen konnten im weiten Rund des Marktplatzes bis zu 3.000 Zuschauer fassen.

Die Narrenzunft Breisach, als Veranstalter der Gauklertage, kann nach diesem schlimmen Schaden die Investition für die große Markplatztribüne natürlich keinesfalls allein aufbringen. Ein Stück wertvolles heimisches Kulturgut in Breisach ist durch den Brandfrevel in Gefahr geraten.

So ergeht die herzliche Bitte an alle Freunde der alten und traditionsreichen „Bisacher Fasent“, ob aus Wirtschaft, Institutionen, Vereinen oder privat, die Wiederherstellung einer neuen Tribüne für die Breisacher Gauklertage helfend zu unterstützen. Wir sind für jede Spende herzlich dankbar und lassen Ihnen gerne eine Bescheinigung über Ihre Spende zukommen.

Spendenkonto:  22 33 44

Volksbank Breigau-Süd eG

BLZ 680 615 05

 

Narrenzunft Breisach am Rhein e.V

 

Außerhalb der Verbände des Bürgertums und der Zünfte waren die Nichtseßhaften, die "fahrenden Leute" geblieben. Auch sie mußten sich eine zunftmäßige Vereinigung unter einem Mächtigen schaffen. Scharen von Nomaden, Spielleuten und Sängern, "Spiellüt" genannt, zogen von Schloß zu Schloß, um die hohen Taten des Rittertums zu preisen und von Dorf zu Dorf, um die Landbevölkerung zu unterhalten. Da sie von der Wohltat der herrschenden Gesetze ausgeschlossen waren, baten sie Kaiser Karl IV, einen großen Verehrer von Gesang und Musik, um Schutz und Schirm. Dieser errichtete die Bruderschaft der "Pfyffer, Trummler und Trumpter", gab eigene Privilegien und stellte sie in den Ländern am Oberrhein unter das Protektorat der elsässischen Herren von Rappoltstein, die ihrerseits die Gewalt einem Musikanten ihres Hofes, den sie Pfeiferkönig nannten, übertrugen.

 

Zum Tag "Mariä Geburt" hatten sich alle Mitglieder der Bruderschaft in Rappoltsweiler einzustellen, um den Festtag aller "Pfyffer, Trummler und Trumpter" zu feiern.

 

Petra Schuler-Spiess
Gisela Herold
A. Behrndt und T. Sieger-Behrndt
CDU Stadtverband Breisach
Mattheis Fredo
Wilfried und Michelle Ganz
Die Zunftgarde der Narrenzunft Breisach
Andrea Weiler
Ramona Schmidt
Ute u. Wilfried Meyer
Klaus-D. und Marianne Lawrenz
Martina und Christian Goedert
Manfred Schinhofen
Josef Scherzinger
Gabi Ober
Robert Hensle, Oberried
Fördergemeinschaft St. Georg Breisach e. V.
Breisacher Ruderverein e. V.
Helga Bechtel
Fam. Ehrhardt, Gasthof Adler
Bürgerverein Hochstetten
Siegfried Roth
Lisa Link
Kath. Kirchengemeinde St. Stephan Breisach
Welschkorneber Gündlingen
Kurt und Helene Gutmann
Verband Oberrheinischer Narrenzünfte
Bachdatscher Nordweil e. V.
Die drei Tenöre - Hanspeter Schillinger
Familie H.P. Geppert
Irmgard Nahser
Georg Selinger
Familie Willi Kläsle
Big Daddies
Ingolf Janson
Rinderle Beschallung
Verlag Breisach aktuell
Brisacher Rhiwaldhexe
Getränke Withum
Privatbrauerei Ganter
Erdinger Weißbräu
Bio-Landhof Rothaus
Winzergenossenschaft Achkarren
Netcontrol GmbH
Kindergarten Fröbel Gündlingen
Miss B - Alexandra Beying-Lang
Der Damenzunftrat der Narrenzunft Breisach
Waltraud und Karl Meyer
Peter Bercher
AWELL AG
Ruth Knöpfel
Tobias Dewaldt
Stadt Breisach am Rhein
Sporthafengemeinschaft Breisach
Algerio
Schotterwerk GmbH
Oliver Gutmann
Willi Zimber
Obsthof Neumühle, Martin und Ute Sommer
Petra und Oliver Rein
Günter Zietkowiak
Otto Schmiederer
Robert Fessler
Schotterwerk Freiburg
Galerie Goldammer
Armin Häring
Claude Bartoli
Dr. Wolfgang Schäfer
Petra Littner
Locher Partyservice
Artur Uhl GmbH
Silvia Soegtrop
Birkenmeier Stein und Design
Wendelin Hintereck
Johanna Petersen
Harald Hensle
Festspiele Breisach
TV Breisach
Rübenkellerverein
Damenzunftrat
Hilfswerk des Lions Club
Augenoptik Roll
Andreas Dewaldt
Metallbau Werner

Eine ganz ähnlich entstandene und geartete Zunft, die regelmäßig auf rechtsrheinischem Boden ihre Verbandstage abhielt, bildeten die Kessel- und Kupferschmiede. Die Keßler unseres Gebietes stellten sich unter das Patronat derer von Rathsamhausen, die also, wie die Herren von Rappoltstein, nun ebenfalls ein seltsames Königreich inne hatten.
Jene waren als Pfeiferkönige bekannt, während die Rathsamhausen, ein alteingesessenes Breisacher Adelsgeschlecht, als Keßler berühmt wurden. Alle Streitigkeiten, "Spänne und Irrungen"" wurden alljährlich auf der Keßlertagung in Breisach entschieden.
Der letzte nachweisbare Keßlertag fand im Jahre 1717 statt. Das Keßlersiegel war von 1399 bis 1717 im Gebrauch und zeigt einen schwarzen Kupferkessel über drei roten Bergen und wurde in allen deutschen Landen anerkannt. Zu den Keßlertagen stellten sich neben zahllosen Pfeifern aus Rappoltsweiler auch die Gaukler gern in Breisach ein. Für die alte freie Reichsstadt Breisach waren die Gauklertage zu Fastnacht und die Keßlertage im Juli gerngesehene Veranstaltungen. Mit dem Erstarken der Staatsgewalt nach dem Dreißigjährigen Krieg war die Macht der Edelleute gebrochen und die Bruderschaft fiel auseinander, die Erinnerung an den Zunft,- Gerichts- und Festtag der Keßler jedoch wurde von Generation zu Generation in Breisach wachgehalten.

d.h. über fünfhundert Jahren sind es inzwischen - bestanden am Oberrhein zwischen den Vogesen und dem Schwarzwald drei merkwürdige Organisationen mit eigenen Gesetzen, seltsamen Gebräuchen und Sitten, die vom Edelmann, vom Bürger und vom Bauer nicht nur geduldet, sondern auch anerkannt wurden: die "Königreiche" der Pfeifer, der Keßler und der Gaukler. Alle drei Organisationen waren aus der Notwendigkeit des Zusammenschlusses entstanden.

Bereits im Mittelalter gab es Gauklertage in Breisach, auf diese mittelalterliche und frühneuzeitliche Tradition berufen sich die zünftigen Narren in der Münsterstadt. Erst 1928, ein Jahr nach der Gründung der Breisacher Narrenzunft, wurden die Gauklertage der Neuzeit wieder ins Leben gerufen und haben mit der mittelalterlichen Gauklertradition noch einiges gemein.
Bereits 1283, so heißt es, sei anlässlich eines Besuchs von Rudolf von Habsburg, "fröhliche Vasinacht" gefeiert worden. Während des Mittelalters, das Jahr 1283 wird hier während eines Besuches des Kaisers Rudolf von Habsburg als frühes Datum genannt , kam viel fahrendes Volk nach Breisach, um sich selbst und das Volk zu belustigen.
Quellen berichten über den berühmt berüchtigten und später hingerichteten Landvogt Peter von Hagenbach, dass er im Jahr 1474 ein wüstes Fastnachtsgelage veranstaltet habe, bei dem auch Tote zu beklagen waren.
Der erste Gauklertag fand 1928 auf dem Marktplatz vor mehr als 1000 auswärtigen Besuchern statt. Die Macher der Fasent von Anfang an am närrischen Treiben der Gaukler und Spielleute des Mittelalters orientiert.
Die Linie des rheinische Karnevals wurde jedoch nicht aufgegriffen. Als Schirmherr der Veranstaltung fungiert seitdem die Breisacher Fasnachtsfigur Kaiser Rudolf von Habsburg. Das Spättlekostüm, der Breisacher Gaukler, stammt aus den Anfangsjahren der Gauklertage, hat aber seine Wurzel im närrischen Treiben der Gaukler des Mittelalters.
Nach dem Krieg fanden erst 1949 wieder Gauklertage statt. Wegen des noch in Trümmer liegenden Marktplatzes wurde der Gauklertag kurzerhand auf den Neutorplatz verlegt, der kurzerhand mit einer Marktplatzkulisse versehen wurde. Heute findet der Gauklertag traditionsgemäss am Fasnachtssonntag und am Fasnachtsdienstag auf dem Marktplatz vor einer grossen Kulisse statt.

Breisacher Gauklertage an Fastnachssonntag und Fastnachtsdienstag auf dem Breisacher Marktplatz Breisacher Gaukler im Original