Die Brisacher Fasent hat in Breisach zwar eine jahrhundertealte Tradition, aber erst im Jahre 1927 wurde die Narrenzunft in der Tradition der alten Brisacher Fasent wiedergegründet.

Außerhalb der Verbände des Bürgertums und der Zünfte waren die Nichtseßhaften, die "fahrenden Leute" geblieben. Auch sie mußten sich eine zunftmäßige Vereinigung unter einem Mächtigen schaffen. Scharen von Nomaden, Spielleuten und Sängern, "Spiellüt" genannt, zogen von Schloß zu Schloß, um die hohen Taten

Wie Sie sicher den Meldungen entnehmen konnten, wurde durch den mysteriösen Brand am 15.08.2012 in der Lagerhalle außerhalb Breisachs die gesamte Zuschauertribüne der Gauklertage vernichtet. Der Mittelpunkt und Höhepunkt der Breisacher Fasent, die Historischen Breisacher Gauklertage sind durch dieses tragische Ereignis stark gefährdet.

Eine ganz ähnlich entstandene und geartete Zunft, die regelmäßig auf rechtsrheinischem Boden ihre Verbandstage abhielt, bildeten die Kessel- und Kupferschmiede. Die Keßler unseres Gebietes stellten sich unter das Patronat derer von Rathsamhausen, die also, wie die Herren von Rappoltstein, nun ebenfalls ein seltsames Königreich inne hatten.

Petra Schuler-Spiess
Gisela Herold
A. Behrndt und T. Sieger-Behrndt
CDU Stadtverband Breisach
Mattheis Fredo
Wilfried und Michelle Ganz

Bereits im Mittelalter gab es Gauklertage in Breisach, auf diese mittelalterliche und frühneuzeitliche Tradition berufen sich die zünftigen Narren in der Münsterstadt. Erst 1928, ein Jahr nach der Gründung der Breisacher Narrenzunft, wurden die Gauklertage der Neuzeit wieder ins Leben gerufen und haben mit der mittelalterlichen Gauklertradition noch einiges gemein.

d.h. über fünfhundert Jahren sind es inzwischen - bestanden am Oberrhein zwischen den Vogesen und dem Schwarzwald drei merkwürdige Organisationen mit eigenen Gesetzen, seltsamen Gebräuchen und Sitten, die vom Edelmann, vom Bürger und vom Bauer nicht nur geduldet, sondern auch anerkannt wurden: die "Königreiche" der Pfeifer, der Keßler und der Gaukler. Alle drei Organisationen waren aus der Notwendigkeit des Zusammenschlusses entstanden.

Aber das "Königreich" der Gaukler überdauerte alle. Zu den ältesten Bruderschaften fahrenden Volkes zählten die Possenreißer und Theaterspieler, Akrobaten und Zauberkünstler,

Die Geschichte der Stadt Breisach erzählt von unzähligen Überfällen und Kriegen, von Schweden-Belagerung, vom bösen Landvogt Peter von Hagenbach, vom Pandurenobersten von der Trenck, von vielen Beschießungen und Not, aber auch von zahlreichen Gauklertagen, Reichs- und Keßlertagen.